Dem Krankentransport droht der Kollaps

Krankentransportunternehmen aus ganz Deutschland protestieren gegen Regierungspläne mit großem Demonstrationszug am 20. Mai 2015 in Berlin

Berlin. Für zehntausende Patienten droht eine erhebliche Verschlechterung bei Krankentransporten. Die Bundesregierung plant mit dem neuen Versorgungsstärkungsgesetz (GKV VSG), dass künftig alle qualifizierten Krankentransporte aus Anlass einer ambulanten Versorgung vor Fahrtantritt von den Krankenkassen genehmigt werden müssen. Dies bedeutet, dass in Zukunft Sozialversicherungsfachangestellte über die Kostenübernahme ärztlich verordneter Krankentransporte rein nach Aktenlage entscheiden.

Die Pläne gefährden die Versorgung Kranker und Hilfsbedürftiger. Allein in Berlin müssten täglich ca. 1500 Krankentransportanträge geprüft und genehmigt werden.
Patienten könnten dann entweder nicht schnell genug einen Transport zu einer ambulanten Behandlung genehmigt bekommen oder auf den Kosten sitzen bleiben. Auch für viele Krankentransportunternehmen bedeutet das Vorhaben eine akute Existenzgefährdung.

Dutzende Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes eigenständiger Rettungsdienste und Katastrophenschutz e.V. werden am 20. Mai 2015 mit über 100 Krankentransport- und Rettungswagen erwartet, um eine große Demonstrationsfahrt durch Berlin zu unternehmen. Sie sind herzlich eingeladen, hierüber zu berichten.

Treffpunkt für Medienvertreter:
20. Mai 2015
entweder 10:45 Uhr (vor Beginn des Umzuges), Masurenallee am SFB Gebäude
oder gegen 13:00 Uhr am Platz des 18. März (Brandenburger Tor)
Direkter Medienkontakt: Uwe Fleischer, Mobil: 0173 60 60 431

Uwe Fleischer
Präsident

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